15 September 2005

acht tage...

daruman will hier mal noch sein verhältnis zur schauspielerei erklärt haben.

es ist also nicht so, dass er nach den acht erfolglosen schauspielhochschulaufnahmeverfahren bereits einen schlussstrich unter seine karriere ziehe würde. neinein. schliesslich hat daruman in der zeit zwischen matura und seinem studienantritt etliche kurzfilme gedreht und in einigen theaterproduktionen mitgewirkt. irgendwie so möchte er auch in wien weitermachen.

wer weiss, vielleicht kriegt er ja dann plötzlich wieder lust, "monologe aus der theaterliteratur" zu erarbeiten. denn am ende seiner vorsprechtournee sah er sich schlichtweg ausser stande, diese einstudierten, unzählige male vorgespielten selbstgespräche noch in einer natürlichen, überzeugenden weise vorzutragen. nicht einmal daruman selbst glaubte sich noch, dass er wirklich auf eine schauspielschule wollte. er müsste jetzt von vorne beginnen, neue textpassagen finden und inszenieren. und wahrscheinlich würde es dann irgendwann klappen, zumal es daruman mit dem bisher gezeigten auch schon in endrunden geschafft hat. aber bisweilen verlässt einen eben der mut, die motivation, und vor allem die lust für das ganze tratra zur aufnahme in die diplomausbildung. man kann schliesslich auch ohne schauspielschule schauspieler werden.
daruman ist andererseits vielleicht auch einfach zu stolz, noch mehr niederlagen einzustecken. davon abgesehen glaube ich nicht, dass er dem druck und der ständigen kritik in einer schauspielausbildung würde stand halten können.

daruman sieht seine stärke (bislang) im improvisieren. er ist ein theatermensch des moments. er möchte nicht lang über inhalt und aussage diskutieren, sondern spielen, was rauskommt und dann von dem ausgehen. wahrscheinlich fühlt er sich deshalb auch vor der kamera wohler als auf der bühne. auf dem set muss man nicht eine szene vier wochen lang proben und dann zwanzig vorstellungen lang immer wieder mit der gleichen natürlichkeit aber auf einstudierte weise spielen. man kann sich da von take zu take vielleicht über eine halbe stunde zu einer möglichst guten fassung vorarbeiten und dann zur nächsten szene übergehen und die letzte völlig vergessen. aber daruman macht sich nichts vor: das grundhandwerk des schauspielers ist an beiden orten dasselbe und mit einer schauspielausbildung hat man es sicher leichter, arbeit zu finden.

wie dem auch sei, daruman gibt sich vorerst damit zufrieden, ein anderes seiner talente zu verwirklichen, denn "hätten wir die worte, wir bräuchten die waffen nicht!"

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

wänn das so isch, dänn machich no vorem 24. septämber en filmschuel in zug uf;)
m.m.

Samstag, 17 September, 2005  

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